Folge 4: Der Tröste-Roboter
Shownotes
An einem ganz normalen Samstag spielen Luca und Klops im Garten Entdecker. Bis Luca von der selbstgebauten Holzbrücke abrutscht und sich am Knie wehtut. Es tut richtig weh. Und Luca will weinen.
Eigentlich. Aber gerade in diesem Moment knallt, zischt und dampft es im Nachbargarten – bei Frau Mehlhase, die normalerweise so vernünftig ist mit ihren Beeten und Tomatenstäben. Plötzlich steht da der Trösteroboter: ein Kühlschrankbauch mit Blumenschürze, Greifarm und ganz viel Schokoladenkuchen. "DU MUSST NICHT WEINEN!"
Klops versteht die Welt mal wieder nicht ganz. Aber er versteht eines: Manchmal muss Weinen einfach raus. Und das Wichtigste, was man dann tun kann, ist – einfach dazubleiben.
Eine Folge übers Trösten, darüber, dass Gefühle Zeit brauchen, und über eine Nachbarin, die heimlich auch Einhörner mag.
Transkript anzeigen
00:00:00: Radio Klops, Folge vier der tröste Roboter.
00:00:19: Knüpfe testen ... Moment!
00:00:21: Oh, der war's nicht?
00:00:24: Oh, er war es auch nicht... Ah jetzt ist besser.
00:00:27: das war der richtige Knopf.
00:00:30: hier ist Klops Klops die Schildkrüte.
00:00:33: ich melde mich aus meiner Sendestation.
00:00:36: Die steht in Lukas Kinderzimmer auf dem Boden in meiner Lieblingsecke und von hier aus funke ich euch an, damit ich euch von meinen verrückten Tagen erzählen kann.
00:00:47: Also von Lukas' VerrücktenTagen auch!
00:00:50: Von den verrückte Tagen der ganzen Familie Murmelbach – so heißen nämlich die Menschen bei denen ich mein Schildkrötenleben verbringe.
00:00:59: Ich freu mich weil Radio Klops ist auf Sendung.
00:01:04: Heute muss ich euch von etwas erzählen, das ich nicht sofort verstanden habe.
00:01:09: Es geht ums Weinen und darum was ein tröster Roboter ist... ...und warum Pflaster mit Dinos manchmal das klügste sind, was es gibt!
00:01:19: Und warum Schokoladenkuchen zur richtigen Zeit eigentlich eine sehr gute Idee ist?
00:01:25: Und zur falschen Zeit gar nicht hilft.
00:01:27: Und warum Frau Mehlhase dabei eine wichtige Rolle gespielt hat?
00:01:32: Auch wenn das eigentlich niemand so geplant hatte.
00:01:35: Das klingt ein bisschen kompliziert, aber wartet ab!
00:01:39: Alles was ich berichte ist wirklich genau so passiert auch wenn ihr das manchmal gar nicht glauben könnt.
00:01:46: Aber Ich klopps schwöre es feierlich Schildkrüten ehrenwort.
00:02:00: Heute war Samstag also heute ist immer noch samstag Den ganzen Tag schon, ihr wisst was ich meine.
00:02:06: Das bedeutet bei Familie Murmelbach keine Eile, kein Kindergarten, keinen Rucksack suchen, kein frühes Aufstehen, kein Stress.
00:02:16: Wisst ihr was Stress ist?
00:02:17: Da wird alles im Kopf laut und schnell und alles fühlt sich ganz hektisch an Und Menschen haben dann wenig Geduld.
00:02:25: Ich mag Stressen nicht!
00:02:28: Ist nicht gut fürs Schildkrötenherz.
00:02:30: Samstag fühlen sich anders an, die fühlen nach.
00:02:33: Heute muss sich niemand beeilen – zumindest meistens.
00:02:37: Wisst ihr was ich richtig seltsam finde am Wochenende bei Familie Murmelbach?
00:02:42: Eigentlich könnte Luca ja ausschlafen!
00:02:45: Es ist gar kein Kindergarten.
00:02:46: Er könnte gemütlich im Bett liegen bleiben.
00:02:49: Das will er sonst auch immer, zumindest an Kindergartentagen.
00:02:53: Dann würde er gerne viel, viel länger schlafen.
00:02:56: Muss aber aufstehen und am Wochenend Da könnte er viel länger schlafen, aber er wird sogar früher wach.
00:03:04: Ich verstehe das nicht!
00:03:05: Das geht nicht in mein Schildkrötengehörn rein.
00:03:09: Vielleicht könnt ihr mir das erklären?
00:03:12: Luca war also auch an diesem Tag früh wach geworden und hatte seine Eltern direkt mit geweckt was ihnen jetzt nicht so besonders gut gefallen hat.
00:03:21: Aber jetzt saßen sie schon beim Frühstück zusammen die ganze verschlafende Familie Murmelbach.
00:03:28: Papa schlurfte mit seiner Kaffee-Tasse zum Tisch und ich war gar nicht ganz sicher, ob er gleich wieder einschlafen würde.
00:03:35: Er sagte auch gar nicht so viel.
00:03:37: Luca setzte sich an den Tisch und legte sich eine Scheibe Toastbrot auf dem Teller.
00:03:41: Neben ihm saß seine kleine Schwester Lia.
00:03:44: Sie prüfte den Teller der vor ihr stand – mit ihrem Blick und stellte dann fest….
00:03:49: Der ist falsch!
00:03:50: Der Teller isst falsch!
00:03:52: Och Lia, sagte Papa, Toast Brot schmeckt von jedem Teller gleich.
00:03:58: Nein, verkündete Lia.
00:03:59: nur von meinem Einhorn-Teller schmeckt alles gleich.
00:04:03: Sie schob den Teller von sich weg und verschränkte ihre Arme.
00:04:07: Ich glaube Papa wollte etwas antworten aber dann schlürfte er einen Schluck Kaffee Stand auf und stellte Lia wortlos einen neuen Teller hin Den mit dem Einhorn Besser so fragte Papa.
00:04:20: Lia hatte immer noch die Arme verschränkt.
00:04:23: Nö das Einhorn guckt falsch.
00:04:26: Wie kann das Einhorn denn falsch gucken?
00:04:27: Das guckt doch immer gleich wie ein Einhorn halt guckt, stellte Papa fest.
00:04:32: Jetzt schien er wach zu sein!
00:04:34: Lukas Mama schnaufte kurz durch, trat neben Lia und drehte den Teller so herum dass das Ein horn richtig rum war.
00:04:41: So jetzt guckts richtig legte sie fest und es Frühstück konnte losgehen.
00:04:46: Können wir nach dem Frühstuck vielleicht Checker Tobi gucken?
00:04:49: Luca dachte die Frage könnte man ja mal stellen.
00:04:51: Vielleicht klappt's ja.
00:04:53: Auch das Wetter ist so schön heute.
00:04:54: Wir gehen dann raus antwortete Lukas Mama.
00:04:57: Ich glaube, das hatte er schon erwartet aber versuchen kann man es ja war auch nicht schlimm.
00:05:02: Luca hatte nämlich schon einen Plan.
00:05:10: Dann gehe ich mit Klops in den Garten.
00:05:11: nachher verkündete Luca und so war's dann auch.
00:05:15: die Familie wollte danach dem Frühstück eine Runde an die frische Luft gehen wie Papa Murmelbach das immer nannte.
00:05:21: also machten sich alle bereit.
00:05:24: der kleine Garten gehörte zur Wohnung von Familie Murmelbach.
00:05:27: Man musste nur hinten aus dem Haus raus, dann einmal in den kleinen Gartenweg einbiegen.
00:05:32: Und dann war man da – Garten Nummer
00:05:35: elf!
00:05:36: Es gab einen kleinen Apfelbaum, einen kleinen Sandkasten und es gab eine Brücke.
00:05:41: also keine richtige Brücke.
00:05:44: aber vor vielen Jahren hatten hier wohl mal nach zwei andere größere Bäume gestanden und die waren abgesägt worden.
00:05:52: übrig waren zwei Baumstümpfe und auf die hatte Luca ein dickes Holzbrett gelegt.
00:05:57: Und das war seine Brücke!
00:05:59: Wenn man darauf stand, konnte es ganz schön wackelig werden.
00:06:06: Mama setzte sich direkt auf die kleine Gartenbank – sie hatte Rocco in der Trage und der war natürlich wieder mal eingeschlafen.
00:06:13: Rocco schläft eh sehr viel.
00:06:14: Babys schlafen fast die ganze Zeit wie ich festgestellt habe….
00:06:18: Das finde ich gut.
00:06:19: Ehrlich gesagt also sehr vernünftig von den Babys ….
00:06:22: Ich glaube Alle Menschen sollten einfach mehr schlafen.
00:06:26: Ich grüße sie, Frau Murmelbach – eine ältere Frau stand am Zaun der Garten elf und zwölf voneinander trennte.
00:06:33: Das war Frau Mehlhase.
00:06:36: Riechen Sie das auch wie die Erde duftet?
00:06:39: Eingenuss!
00:06:40: Das sagte sie zu Lukas Mama.
00:06:42: Und dann quatschten sie Wie Erwachsene so quatschten Über Blumen und wann man welche Zwiebeln in den Boden steckt.
00:06:49: Luca und ich schauten uns an, dann nahm Luca eine Hand vererde in die Hand und roch daran.
00:06:55: Klopst es?
00:06:56: Riecht nach Regenwurm?
00:06:57: einfach irgendwie oder?
00:06:59: Papa wollte gerade damit anfangen das vom Herbst übrig gebliebene Laub zusammenzukehren.
00:07:05: da meldete sich Lia bei ihm.
00:07:07: – Papa!
00:07:08: Ich muss aufs Klo!
00:07:09: Hab' ich nicht vor fünf Minuten oben in der Wohnung gefragt ob du nochmal musst?
00:07:13: Gab er zurück….
00:07:14: Da musste ich noch nicht aber jetzt muß ICH.
00:07:17: Also machten sich die beiden wieder auf den Weg zurück in die Wohnung.
00:07:21: Luca und ich, wir wollten nicht mit Frau Mehlhase über Zwiebeln reden!
00:07:25: Wir wollten auch nicht zurück in diese Wohnung!
00:07:27: Luca und Ich wollten spielen!
00:07:36: Spielten wir!
00:07:37: Luca war Entdecker und ich war seine Entdeckerschildkröte.
00:07:41: Er hüpfte auf den ersten Baumstumpf, balancierte auf der Holzplanke rüber zum zweiten Baumstampf.
00:07:48: Im Spiel geht's hier hundert Meter nach unten Klops.
00:07:51: Wir dürfen nicht runterfallen, wir können neue Länder erkunden wenn wir über die Brücke
00:07:56: kommen.".
00:07:57: Was für Länder denn?
00:07:58: fragte ich und balancierte auf seiner Schulter während Luca auf dem Brett balanciert.
00:08:04: das weiß sich noch nicht.
00:08:05: die entdecken wir ja noch.
00:08:07: wie soll ich denn wissen was ich entdecke wenn ich es noch nicht entdeckt habe?
00:08:10: hey er war schon fast am anderen Ende angekommen.
00:08:14: da passiert ist dass brett Rutschte vom hinteren Baum stumpf ab und Luca verlor den Halt.
00:08:20: Er versuchte noch seine Hände und Arme auszustrecken, aber es ging zu schnell – ich hielt nicht ganz fest an seinem Pullover!
00:08:27: Und Lukas Fuß rutschte von Brett.
00:08:29: Er fiel und sein Knie knallte mit voller Wucht auf das weggerutschte Brett.
00:08:35: Einen Herzschlag lang merkte er gar nichts….
00:08:39: Schoss der Schmerz ins Knie.
00:08:41: Lukas Mund fing an zu zittern, tränen Schossen aus den Augen und ein lautes Aua kam aus seinem Mund.
00:08:48: Ich hatte mich selber so erschrocken vom Sturz dass ich meinen Kopf und meine Beine in meinen schildkritten Panzer eingezogen hatte Und so lag ich neben Luca und beobachtete ihn aus meinem Panzer heraus.
00:09:06: Mama war sofort da in Sekunden.
00:09:09: Sie knieze sich vorsichtig hin, weil sie ja noch Rocko in der Trage hatte.
00:09:12: Das sah ganz schön unbequem aus aber ich glaube die wusste das Luca sie jetzt brauchte.
00:09:18: Lukas Knie war ganz schön aufgeschürft sogar ein bisschen blutbar zu sehen.
00:09:23: Zeig mal sagte Mama oh-oh-oh das sieht aus als hätte das weh getan.
00:09:28: es tut weh rief Luka richtig doll.
00:09:31: und genau in diesem Moment da passierte es drüben im Garten zwölf bei Frau Mehlhase Zwischen den akkurat gepflanzten Frühlingsblumen, den glänzenden Tomatenstäben da wo gerade noch Frau Mehlhase gestanden hatte.
00:09:49: Da stand er jetzt am Zaun der tröste Roboter!
00:09:53: Sein Roboter bauch es ein bisschen aus wie einen Kühlschrank der eine Blumenschürze trägt und oben drauf war einer Art Fernseher mit dem Gesicht von Frau Meelhase.
00:10:03: und dann hatte der Roboter graue Haare wie Frau Mehlhase.
00:10:12: Das war jetzt auch nicht mehr so richtig.
00:10:14: Frau Meelhases Stimme, das war die Stimme des Tröster Roboters!
00:10:18: Er stand hinter dem Zaun und schien auch dort bleiben zu wollen als traur er sich gar nicht richtig an den weinenden Luca heran.
00:10:33: Ich streckte meinen Kopf wieder aus meinem Panzer, um alles besser sehen zu können.
00:10:38: Auch meine Beine streckde ich wieder heraus und dann krabbelte ich zu Luca und setzte mich auf sein Bein – das was nicht weht hat!
00:10:46: Er schniefte immer noch und schaute dabei genau wie seine Mama ein bisschen verwundert zur Frau Mehlhase… also zu Frau Mellhase die sich in einem tröster Roboter verwandelt hatte ….
00:10:57: Und dann wurde es noch wilder.
00:10:59: der Bauch des Roboters klappte auf wie die Tür eines Kühlschrankes.
00:11:04: Und darin waren lauter Leckereien.
00:11:16: Mama drehte ihren Kopf rüber zu Luca und sie flüsterte ihm ins Ohr, ich glaube Frau Mehlhase kann das gar nicht gut vertragen wenn jemand weint.
00:11:25: Macht ihr nichts draus?
00:11:26: Lass es raus!
00:11:27: Das hilft.
00:11:28: Und die zog Luca etwas näher an sich heran.
00:11:31: Ich will doch jetzt keinen Schokoladenkuchen, schniefte Luca seiner Mama zu.
00:11:36: Aus dem trösteste Roboter klappte ein Arm heraus der sich zweimal auseinander faltete.
00:11:41: er wühlt im Kühlschrank herum wobei Muffins und kleine Kurenstücke und Kitzeln Plätzchen auf den Boden fielen.
00:11:54: Ich verstand jetzt nicht, warum der tröste Roboter von einer Hochzeit redete und es war ja wohl klar dass das Knie nicht die nächsten dreißig Jahre wehtun würde.
00:12:04: Der greifabende Robotos suchte etwas im Kühlschrankbauch.
00:12:14: Mama saß bei Luca und hatte ihre Hand auf seinen Rücken gelegt.
00:12:18: Das fühlte sich für Luca richtig schön an Und er merkte auch schon wie es ihm langsam besser ging.
00:12:24: Es half ihm sich einfach an Mama Murmelbach anzulehnen.
00:12:28: Der tröste Roboter schien gefunden zu haben, wonach er gesucht hatte.
00:12:32: Der Roboterarm hielt jetzt einen Teller mit einem großen Schokoladenkuchen in der Greifzange.
00:12:38: Während
00:12:46: der Roboter weiter wackelte, fielen noch mehr Muffins aus dem Frühschrankbauch heraus und Luca musste ein bisschen lachen weil das wirklich lustig aussah.
00:12:55: Der Boden rund um den Roboter war übersät von Muffines, von Plätzchen und kleinen Kuchenstückchen.
00:13:05: Der Roboter fuchtete weiter mit dem Kuchen herum und ich hatte schon Sorge dass auch der ganze Schokoladenkuchen gleich im Gras landen würde und das wäre ja wirklich schade um den Kuchen.
00:13:16: wichte sich mit seinem Pullover-Ermel die letzte Träne vom Gesicht.
00:13:21: Besser fragte Mama leise, Luca fühlte kurz in seinen Bauch rein – ja ein bisschen.
00:13:27: Mama nickte, das war ein ganz schön heftiger Sturz!
00:13:30: Mehr sagte sie nicht, drüben am Zaun hörte der tröste Roboter in diesem Moment aufzuklappern.
00:13:36: Es zichte und es dampfte und nach einem Knall stand da wieder Frau Mehlhase mit ihrer Schürze um den Bauch ihren grauen Haaren auf dem Kopf einem Schokoladenkuchen in der Hand.
00:13:49: »Nanu, wo kommt denn der Kuchen her?«.
00:13:52: Sie reusperte sich.
00:13:54: «Ich werde auch nicht jünger», sagte sie dann und lachte.
00:13:58: Scheinbar hatte sie vergessen, dass sie sich gerade in einen Roboter verwandelt hatte!
00:14:02: – Habt ihr zwei vielleicht Lust auf Kuchen?
00:14:05: fragte sie Luca und Mama.
00:14:07: Mama schaute zu ihr, nickte kurz.
00:14:10: Danke für das Angebot, Frau Mehlhase.
00:14:12: Dann schaunte sie zu Luca.
00:14:14: Was denkst du?
00:14:15: Über Schokoladenkuchen?
00:14:17: Luca überlegte kurz.
00:14:20: Jetzt habe ich Lust drauf, aber... Mama!
00:14:22: Luca flüsterte ihr etwas ins Ohr, das ich nicht verstand.
00:14:26: Frau Mehlhase guckte immer nach ein bisschen verwundert den Schokoladenkuchen in ihre Hand an.
00:14:31: Na Mensch so
00:14:32: was?!
00:14:33: Ich lass euch erstmal machen und dann könnt ihr rüber kommen wenn ihr soweit seid.
00:14:37: Ich schneide den Kuchen schon mal an.
00:14:39: Mama nickte stand auf und wühlte in Rokos Wickeltasche.
00:14:43: Dann kam sie zurück Mit einem Pflaster in der Hand, ein buntes mit kleinen Dinos drauf.
00:14:49: Darf ich?
00:14:50: fragte Mama und Luca nickte.
00:14:52: Mama klebte es sachte auf Lukas Knie.
00:14:55: Und dann setzte sie sich einfach neben Lukas Gras so gut es halt ging mit Rokko am Bauch in der Trage aber es ging.
00:15:03: Mamas schaffen immer die schwierigsten Sachen, habe ich bemerkt.
00:15:06: Das ist bei Schildkröten Mamas übrigens ganz ähnlich.
00:15:10: Ich hab entfernte Verwandte von mir Die leben nicht an Land so wie ich Sondern im Meer Und bei denen schwimmen die Mamas einfach mal Tausende Kilometer weit durchs Meer Zu einem ganz bestimmten Strand An dem sie bisher nur einmal in Leben waren und die finden den trotzdem nach dreißig Jahren Ohne Schilder ohne Navi ohne Google Maps Mamas halt.
00:15:34: In dem Moment ging auch das kleine Holztor zum Garten mit einem Quietchen auf, Papa Murmel war reusperde sich, ähm ja war doch jetzt eine längere Sitzung bei Lia.
00:15:44: Lukas Schwester saß auf Papas Schultern und hatte die Augen zusammengekniffen.
00:15:48: Papa hat gespült, Papa sollte nicht spülen Menno sie verschränkte die Arme und geriet dabei kurz ins Straucheln weil er sie sicher eigentlich am Papas Kopf festhalten musste.
00:16:00: oh ich bitte nicht noch ein Sturz sagte Mama und Lia hielt sich direkt am Papas Ohren fest, der kurz aufstehnte.
00:16:07: In dem Moment entdeckte auch Papa Murmelbach das Pflaster an Lukas Knie und schaute besorgt – Mensch was ist denn bei euch passiert?
00:16:20: Kurze Zeit später als Lukas Mama, Papa Murmelbach alles erzählt hatte standen wir vor dem kleinen Gartentor von Frau Mehlhase.
00:16:28: Am Tor hing ein Schild.
00:16:29: darauf waren verschiedene Blumen zu sehen und Würther.
00:16:33: Bin im Garten mit den Hummeln bummeln!
00:16:36: Lass Papa vor und lachte kurz auf.
00:16:38: Da kam schon Frau Mehlhase und öffnete uns das Tor, immer hereinspaziert verkündete sie freundlich!
00:16:45: Das hatte ich noch nie gemacht den Garten von Frau Meelhase betreten.
00:16:50: der Garten war sehr ordentlich die Beete waren ganz sauber und kleine Gewächse suchten sich Reihe für Reihe ihren Weg durch die Erde ans Sonnenlicht.
00:17:00: Es gab sogar kleine Schilder, auf denen stand welche Pflanzen in welchem Beet wuchsen.
00:17:06: Außerdem gab es einen Frosch aus dessen Mund Wasserspritze also kein echter Frosche der war aus Stein.
00:17:13: Mitten im Garten stand ein runder Tisch und auf dem Tisch lag eine Tischdecke Eine mit kleinen Blümchen drauf, rosa und gelb und blau Und darauf stand er Der Schoko-Ladenkuchen.
00:17:27: Ach Herr Yemine sagte Frau Mehlhasse da Ich habe leider nur vier von den alten Klappstühlen.
00:17:33: So oft bekomme ich gar keinen
00:17:34: Besuch.".
00:17:35: Sie schaute sich etwas verlegen um, das war aber kein großes Problem.
00:17:39: Papa Murmelbach fragte dann nämlich einfach ob er sich auf den Metalleimer setzen kann da neben der kleinen Gartenhütte stand.
00:17:46: Ich dachte erst er wollte sich in den Eimer setzen, aber es hatte ich falsch verstanden.
00:17:50: zum Glück und so saßen wir einen Moment später alle am Tisch!
00:17:54: Ich hatte es mir auf Lukas Schulzer bequem gemacht.
00:17:57: nachdem Frau Mehlhase alle Kuchenstücke verteilt hatte, fiel ihr noch etwas ein.
00:18:03: Ach herje!
00:18:04: Deine Schildkröte braucht doch auch was zu essen.
00:18:06: Und dann holt sie wirklich ein ganz frisches Salatblatt.
00:18:10: Na zum Glück hab ich das Frühbeet – da ist der Salat schon weit.
00:18:13: Uuuund?
00:18:14: Dann streckte sie mir sogar nach einem strahlend rosanes Gemüse entgegen.
00:18:19: Die Radieschen sind auch ganz frisch.
00:18:22: Papa Murmelbare wedelte kurz mit seiner Gabel.
00:18:25: Das ist sehr aufmerksam, Frau Mellhase für Klops aber bitte Nur die Blätter vom Radieschen, die Senfölklykuside sind nichts für Klopsmagen.
00:18:34: Ich wusste jetzt nicht genau was Senföhl-Dingsbumsstars waren aber ich roch auf jeden Fall dass die Knolle nicht sehr appetitlich war.
00:18:41: Die Blätter aber sahen fantastisch aus.
00:18:45: Auch Lukas Mama schien sehr zufrieden.
00:18:47: Der Kuchen schmeckt wunderbar Frau Mehlhase.
00:18:50: Nach altem Rezept schon von meiner Oma sagte Frau Meelhase und ich konnte sehen das sie das freute auch wenn sie es nicht so groß zeigte.
00:18:59: Auch Luca balancierte ein großes Stück Kuchen auf der Gabel in seinen Mund.
00:19:03: Seine Augen wurden ein kleines bisschen größer, der ist wirklich lecker!
00:19:07: Auch Lia hatte ihr Stück Kuchen auf dem Teller vor sich – den Teller von Frau Mehlhase…ein normaler Teller weiß ohne Einhorn, ohne alles.
00:19:18: Sie prüfte den Tellar wieder mit ihrem Blick so wie sie das schon beim Frühstück getan hatte.
00:19:23: dann drehte sie sich zu Papa und ihre Gesicht sah ganz unzufrieden aus.
00:19:28: Der Teller ist falsch, sagte sie leise aber deutlich zu ihm.
00:19:32: Da ist gar kein Einrund drauf.
00:19:35: Ihre Lippen fing an ein bisschen zu zittern und dann kullerte schon die erste Träne über ihre Wange.
00:19:41: Ich will mein Einhorn!
00:19:44: Und dann weinte Lia und sie schob den Teller ein kleines Stück von sich weg.
00:19:49: Papa Reusperte sich Mama holte Luft, Luca aß weiter und schaute dabei so als wäre das alles ganz normal was es bei Lia eigentlich auch war.
00:19:58: Und Frau Mehlhase?
00:20:00: Frau Meelhase schaute Liya an und es raterte kurz, und das Sichtekurz ein kleines Wirkchen dammt stieg über Frau Meellhases grauen Haaren auf.
00:20:09: Der tröste Roboter wollte schon wiederkommen!
00:20:12: Da legte Mama Murmelbach Frau Mellhase die Hand auf ihre Schulter und das Rattern hörte auf.
00:20:18: Frau Melehase blinzelte – ach ja Jiminy jetzt war ich kurz in Gedanken – sagte sie und schahte Mama an.
00:20:25: Die sagte nichts aber nickte freundlich.
00:20:27: Frau Mehlhase schaute zurück zu Lia und auf den weggeschobenen Teller.
00:20:31: Zu dem Kuchen, der da rauf lag und auf Lia wartete.
00:20:35: Sie räusperte sich und dann sagte Frau Mellhase – Weißt du was, Lia?
00:20:39: Du kannst das Stück einfach mitnehmen!
00:20:41: Und oben auf deinem Lieblingsteller essen wenn du möchtest.
00:20:45: Lia schluchzte ein bisschen und nickte dann… Auf meinem Einrundteller?
00:20:50: Sie fragte nicht direkt Frau Meelhase sondern ihren Papa und er nickte … auf deinm Einrundeller.
00:20:57: Auf dem einen Onzeller sagte auch Frau Mehlhase und weißt du was, fragte sie noch.
00:21:02: Ich mag Einhirner
00:21:03: auch!
00:21:04: Dann holte sie ihren Schlüsselbund und daran hing wirklich ein Einhorn-Anhänger liess.
00:21:10: Augen funkelten – und wir konnten alle unseren Kuchen genießen.
00:21:21: Die Erwachsenen hatten dann nach am Gartentisch bei Frau Mehlhase gequatscht, als Luca, Liya und ich schon wieder rüber in unseren Garten gehuscht waren.
00:21:28: Und gemeinsam die Feuerwanzen beobachtet hatten, die sich im Frühling in riesigen Klumpen im Garten versammelten.
00:21:35: Irgendwann waren auch Lukas Eltern rübergekommen!
00:21:38: Der Tag im Gaten verging schnell – ohne weitere Stürze.
00:21:42: Nur Papa Murmelbach griff einmal komplett in eine Brennnessel.
00:21:45: Es war noch ein wirklich schöner Samstag….
00:21:48: Da endete er tatsächlich mal wieder mit einem Zahnbürsten- Mikrofonkonzert vom Papa.
00:22:03: Klops fragte er mich, bevor er sich ins Bett legte.
00:22:06: Morgen entdecken wir dann wirklich das neue Land okay?
00:22:10: Das machen wir Luca!
00:22:11: Ich freu mich drauf, sagte ich.
00:22:13: Ich mich auch Klops und dann verschwand er rüber ins
00:22:16: Schlafzimmer.".
00:22:20: Jetzt ist es Nacht – und Luca schläft schon.
00:22:23: Das Dinosaurierpflaster klebt immer noch auf seinem Knie Und ich sitze hier in meiner Sendestation und denke über diesen Tag nach.
00:22:30: Ich kann es ja immer nach kaum fassen, dass ich heute einen echten Trösterroboter gesehen habe.
00:22:35: Mit Kühlschrankbauch und Greifarm und allem Drum und Dran.
00:22:39: Und ich hab heut etwas über Familie Murmelbach und überhaupt über Menschen gelernt!
00:22:43: Ich glaube, Weinen hat immer einen Grund im Meer – bei Luca war's der Sturz, bei Lia war's das falsche Teller… und beides war ein echter Grund.
00:22:53: Und manche erwachsene Menschen wollen, dass das Wein ganz schnell aufhört.
00:22:58: Dabei muss das manchmal einfach raus.
00:23:00: Dabei muss es immer einfach raus!
00:23:04: So, und das war Radio Klops für heute Nacht.
00:23:07: Ich mache meine Sendung dazu jetzt gleich aus Und wünsche euch eine gute Nacht Oder einen guten Morgen oder einen guten Mittag Bis ganz bald Euer Klops.
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